Rock/Metal Gitarrenschule 2700, Wiener Neustadt

Improvisation auf der Gitarre lernen

Improvisation auf der E-Gitarre bezeichnet üblicherweise das freie Spielen ("stegreif") über ein Musikstück. Meist handelt es sich um ein Gitarrensolo über einen sogenannten Backing Track oder zu dem Spiel einer Band im Hintergrund. Auch Rhythmus kann improvisiert werden.

Improvisation ist eines der langfristigeren Lernthemen auf der Gitarre. Zwar kann man sehr wohl in kurzer Zeit viele Fortschritte machen, bis man jedoch Improvisation auf einem fortgeschrittenen Grad erreicht hat, können viele Übungsjahre vergehen, die man jedoch zB. mit gezieltem Gitarrenunterricht stark beschleunigen kann.

Gewusst wie: Wenn man bereits viele Spieltechniken und Theoriekonzepte auf der Gitarre beherrscht, kann man bei der Improvisation gezielt auf höhere Spielabläufe achten, wie zB. Phrasing, Ornamente und Effekte.

In gewisser Weise ist Improvisation ähnlich zu Songwriting, nur eben in Echtzeit. Wer also gerne eigene Songs schreiben möchte, der sollte sich trotzdem auch mit Improvisation beschäftigen.

Ist Improvisation optional, oder ein "Pflichtfach"?

Du willst primär Songs nachspielen, eigene Songs schreiben und Band gründen... Wozu solltest du dich dann überhaupt mit Improv beschäftigen?

Kurze Antwort: Du wirst dadurch ein besserer abgerundeterer Gitarrist.

Wie wird Improvisation effektiv?

Vergleich: Man will jemanden zum Lachen bringen.

  • Möglichkeit A: Man erzählt ihm einen vorgefertigten, auswendig gelernten und einstudierten Witz.
  • Möglichkeit B: Man lässt sich spontan eine lustige Geschichte einfallen. Dazu muss man also gekonnt "improvisieren".

Dem ungeübten Geschichtenerzähler stellt es bei der Option B alle Haare auf. Wie soll man sich spontan etwas einfallen lassen, was noch dazu effektiv (in dem Fall: möglichst lustig) ist?

Ähnlich verhält es sich also auch beim Improvisieren auf der Gitarre. Um ein Level zu erreichen, wo die Improvisation natürlich, cool und selbstbewusst klingt, muss viel (und vor allem: richtig) geübt werden.

Improvisation auf der Gitarre üben

Aktive und passive Improvisation

Durch das Memorisieren von Licks, Akkorden und Phrasen kann man diese gezielt in seiner Improvisation einsetzen und so zuviel Denkarbeit verhindern. Wir nennen dies passive Improvisation, da im Prinzip nicht 100% improvisiert wird, sondern nur diverse Musik-Bausteine nach beliebiger Wahl aneinandergereiht werden. Definitiv ein gutes Mittel, um Improvisation schneller zu lernen und schnellere Fortschritte zu machen (und mehr persönliche Lernerfolge)

Theorie & Praxis - eine gesunde Mischung

Verwende eine 50/50 Regel um deine Improvisation aktiv weiterzuentwickeln!

  • 25% TheorieSkalen und Fingerbrett besser kennenlernen
  • 25% TheorieLicks und Phrasen vorab entwickeln
  • 25% PraxisBacking Tracks benutzen und selbst erstellen
  • 25% PraxisPhrasen & Licks gekonnt und gezielt einsetzen

Ergibt 100% Improvisation! Solange du keine bessere Methode hast, kann dies eine gute Vorgehensweise sein, um nach wenigen Wochen deine Impro-Skills zu maximieren.

Improvisationsversuche analysieren

Analyse: Audio und Video von Workshop-Auftritten ansehen, oder zuhause, etc.

Backing Tracks

Zum Üben von Improvisation eignen sich sehr gut sogenannte Backing Tracks. Mit diesen für spezielle Anforderungen und Situationen designten Backing Tracks (zB. spezielle Grundton, Akkordfolge, und optimal angepasstes Tempo) kann man seine Improvisationskünste verfeinern. Neben der Theorie über Improvisation ist es also von hohem Vorteil, möglichst viele Praxisstunden zu absolvieren.

Genres & Stile

Pentatonik ist gut und schön, aber sehr schnell stösst du dabei an gewisse kreative Limits.

Versuche daher ab und zu aktiv, offen zu sein für ferne Musikstile, unübliche Akkorde und fremdklingende Skalen! All dies erhöht deine Fähigkeit, dich der Musik in Echtzeit anzupassen und neue interessantere Phrasen zu entwickeln.

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