Gitarrelernen im hektischen Alltag

Zeit sparen - Fortschritte machen - Ziele erreichen!

Gitarrenlehrer Sebastian Posch, 2016

Gitarre lernen Blog

Stell dir mal vor wie viel besser du heute in 1 Jahr Gitarre spielen könntest, wenn du pro Tag lediglich 10 Minuten mehr üben würdest. 10 Minuten sind nicht mehr als ein schneller Kaffee oder ein paar Runden auf einem Facebook-Game spielen.

Ich kann mir gut vorstellen dass dein Alltag auf Grund von Beruf, Schule und Familie usw. manchmal hektisch abläuft und du nur wenig Zeit zum Üben deiner Gitarre hast.

Aus welchen Bereichen in deinem Alltag könntest du dir täglich ein paar Extra-Minuten herausholen? Hier habe ich 8 nützliche Tipps für dich wie du auch mit sehr wenig Zeit gute Fortschritte auf deiner Gitarre machen kannst.

1. Fernsehen und News

Im Jahr 2010 habe ich meinen Fernseher endgültig verschrottet, um mehr Zeit für andere Tätigkeiten wie zB. das Üben der E-Gitarre zu finden. Diese Entscheidung bereue ich im Nachhinein absolut nicht, denn wenn ich die Stunden zusammenrechne, dann weiß ich warum ich, einfach nur allein aus Zeitgründen, die ein oder andere Gitarrentechnik mittlerweile gemeistert habe. Wenn du jedoch auf deinen Fernseher nicht verzichten möchtest, könntest du zumindest diverse Fingerübungen auf der E-Gitarre machen (ohne lauten Verstärker), während du (oder dein Freund/Freundin) eine Serie oder DVD anschaust. Hier gibt es durchaus ein paar Möglichkeiten - Ich berate dich gerne, welche Übungen du vorm Fernseher machen kannst, wenn du den TV unbedingt brauchst!

Beim Thema Nachrichtenlesen (in Form von Medien wie Zeitungen, online etc.) sieht es wiederum anders aus. Hier kann man nicht viel tun, ausser das Konsumieren der Nachrichten einzuschränken. Die Beteiligung an einer politischen Diskussion in einem Onlineforum zB. kann viele Stunden in Anspruch nehmen und am Ende kommt oft sowieso nur wenig dabei raus. Vielleicht könnte man sich stattdessen mal überlegen, dass man nicht täglich die Welt ändern kann, und sich lieber auf die Dinge konzentrieren, die einem wirklich nachhaltig Spass machen, wie zB. eben Gitarre lernen und/oder Musik machen, um so sein Leben positiv zu bereichern.

2. Facebook

Facebook ist ein super Tool, um mit Freunden, Bands und Musikern usw. in Kontakt zu bleiben. Jedoch hat es auch ein paar Nachteile - es wurde absichtlich so konzipiert und aufgebaut, dass man täglich möglichst viel Zeit damit verbringt. Facebook ist voll von Irrwegen und Ablenkungen, die den Fortschritten auf deiner Gitarre längerfristig schaden könnten. Ich möchte hier natürlich keinen “Moralapostel” spielen, aber Facebook ist definitiv einer der grossen “Time Waster” der heutigen Zeit, daher stelle ich Facebook in dieser Liste auf Platz 2. Eine alternative Möglichkeit, um Facebook zumindest teilweise einzuschränken ist zB. das Chatfenster in Facebook einfach permanent abzudrehen.

3. Freunde und Familie

Leute die “nur dein Bestes wollen” bekommen eben genau dies! - Sie bekommen deine beste Zeit, vielleicht sogar in den produktivsten Abschnitten deines Alltages. Falls du noch nicht regelmässig zu einem Gitarrenlehrer in den Unterricht gehst, dann reserviere dir zumindest für dich selbst eine Stunde pro Tag als reine “Gitarrenstunde” und erzähle jedem wann diese Gitarrenstunde stattfindet. Natürlich sollst du nicht auf Freunde und Familie verzichten (und sie nicht auf dich), aber lass dich in deinen Gitarrenstunden nicht ablenken - sei kurz gesagt eine Stunde lang “einfach nicht da”, auch nicht für enge Freunde (sie werden es überleben)

4. Schule und Beruf

Du wirst es vielleicht nicht glauben, aber es gibt ein paar Top-Secret Methoden die du einsetzen kannst, um sogar im Büro, in der Arbeit oder in der Schule wöchentlich Gitarre zu üben und Fortschritte zu machen (ohne dabei deinen Job oder deine Ausbildung zu verlieren :))! Diese Methoden erkläre ich dir gerne in einer kostenlosen Probestunde bei mir!

5. Hobbies und Sport

Niemand sollte auf seine Hobbies und speziell nicht auf Sport verzichten müssen. Überlege dir jedoch gleich heute mindestens zwei oder drei Lösungen, wie du das Gitarrespielen mit deinen anderen Hobbies ausbalancieren kannst, falls du momentan zu wenig Zeit fürs Gitarreüben hast.

6. Reisen, Urlaube und Feiertage

Manchmal höre ich von Leuten, die ihre Gitarre nicht in den Urlaub mitnehmen, weil sie denken dass im Auto oder Flugzeug zuwenig Platz ist, oder weil sie denken dass sie am Urlaubsort sowieso nicht zum Spielen kommen würden. Da ich persönlich eher wenig in Urlaub fahre kann ich das nicht gut beurteilen, aber ich habe eine meiner Gitarren schon auf viele verschiedene Orte mitgenommen - oder zB. zumindest eine Zeitschrift/Magazin oder Trainingsvideos und neue Übungsunterlagen direkt im Urlaub recherchiert.

7. Morgendliche Rituale

Es gibt Menschen die in der Früh aus dem Bett springen und sofort hellwach und voller Tatendrang sind (ich bin einer dieser Menschen). Dann gibt es noch die andere Art von Menschen, die erst sehr langsam den Tag beginnen und nach dem Aufwachen erstmal in die Gänge kommen müssen. Egal welcher Typ du bist - Tatsache ist: Beide Typen von Menschen haben die Möglichkeit, in der Früh ein paar Extra-Minuten Gitarre zu lernen - für manche Trainingseinheiten musst du nicht einmal hellwach sein - du musst sie einfach nur täglich wiederholen und machst ebenso Fortschritte - auch 10 Minuten bevor du in die Arbeit/Schule fährst.

8. Gitarre lernen im Auto oder im Zug? Na klar!

Wie schon in den Punkten 4 und 6 beschrieben, gibt es Techniken und Methoden um Gitarre (und Musik im weiteren Sinne) zu lernen, und besonders im Zug oder im Auto kannst du diese Methoden anwenden: Audioprogramme die du am MP3 Player im Auto abspielen kannst, Theorie lesen während du im Zug sitzt, Unterrichtsmaterial deines Gitarrenlehrers studieren, etc. Oder natürlich einfach die Gitarre selbst mitnehmen, und in deinen Pausen üben.


Fazit - Es gibt viele Bereiche im Alltag wo du mindestens 10-30 Minuten extra rausholen kannst. Mein Tipp: Mache dir Gedanken zu jedem einzelnen Punkt, finde drei bis fünf Lösungen und probiere es einfach eine Woche lang aus! Dann schreibe mir eine Nachricht, was du alles an deinem Alltag verändert hast und welche Fortschritte du beim Gitarre lernen gemacht hast!

Über den Autor

Sebastian Posch wurde 1978 geboren und ist ein in Niederösterreich wohnhafter Gitarrentrainer und Studiogitarrist.

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