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3 Phasen des Gitarreübens

Eine sinnvolle Struktur für dein tägliches Gitarrenstudium

Gitarrenlehrer Sebastian Posch, 2016

Gitarre lernen Blog

Abwechslungsreiches Gitarreüben zuhause

Wenn du dir noch nicht ganz sicher bist, wie du Gitarre üben sollst um deine musikalischen Ziele möglichst schnell zu erreichen, und du entweder noch nicht Gitarrenunterricht bei einem Lehrer mit einem System nimmst oder du nicht allzuoft zu ihm in den Unterricht gehst, dann präsentiere ich dir hier eine einfache “Faustregel”.

Um mehr Struktur in dein Gitarrelernen einzubringen, unterteile deine tägliche Übungsroutine am besten in 3 die folgenden Phasen. Egal wieviel Zeit du täglich zur Verfügung hast, die Unterteilung wäre grundsätzlich immer die selbe.

Die drei Phasen im Überblick

  • 1. AufwärmenWärme nicht nur deine Finger auf, sondern auch dein Gehirn.
  • 2. SpielenSpiele das Material (die Songs) die du bereits spielen kannst
  • 3. Kreativ seinErfinde neue Riffs, Melodien, arbeite an eigenen Songs, oder lerne neue Songs.

Zeiteinteilung

Hast du zB. pro Tag 1 Stunde für deine Gitarre zur Verfügung, so kannst du für die erste Phase 10 Minuten vergeben, für die zweite Phase 25 Minuten und für die dritte Phase ebenfalls 25 Minuten.

Bei 2 Stunden Übungszeit pro Tag würde ich dagegen ebenfalls 10 Minuten fürs Aufwärmen vergeben (länger als 10 Minuten ist meist nicht wirklich sinnvoll), für die zweite Phase zB. 60 Minuten und die restlichen 50 Minuten für die Kreativität verwenden.

Die drei Phasen des Gitarreübens im Detail

1. Aufwärmphase

Wie bei einem Motor oder auch beim Sport ist beim Aufwärmen auf der Gitarre wichtig, alle Elemente (in dem Fall Schultern, Hände und einzelne Finger) langsam in Gang zu bekommen, um spätere Verletzungen oder Anstrengungen zu vermeiden. Auch dein Gehirn wird sehr gerne “aufgewärmt”. Mit Fingerübungen und anderen Tricks die zB. die Synchronisation der beiden Hände trainieren kannst du in nur 10 Minuten richtig warm werden.

2. Spielen und Proben

Spiele in dieser zweiten Phase einen oder mehrere Songs die du bereits gelernt hast. Das Ziel dieser Phase ist, keine Fehler zu machen, die Songs konzentriert durchzuspielen und ggfalls am Computer aufzunehmen, ... In diesen ersten beiden Phasen machst du also nichts anderes als ein Musiker, der täglich auf der Bühne oder im Proberaum steht. Also: Aufwärmen, dann dein musikalisches “Repertoire” runterspielen und verfestigen, fertig!

3. Kreativ sein und Experimentieren

Bei dieser letzten Phase soll grundsätzlich alles erlaubt sein. Das Motto lautet: “Nun habe ich noch ein bisschen Zeit übrig, um was Neues zu machen und auf der Gitarre zu experimentieren”. In dieser Phase lernst du neue Riffs, ganze Songs, oder du schreibst sogar selbst Songs oder Songteile, wie zB. eine Akkordfolge, und gibst dieser dann zB. einen Namen. Vielleicht entwickelt sich daraus ein Song, den du beim nächsten Mal in der Phase 2 dann proben kannst.

Fazit

Ich habe dir hier eine mögliche Struktur für deinen Gitarrenübungsplan beschrieben. Natürlich kannst du auch (abgesehen vom Aufwärmen, was auf jeden Fall Pflicht ist!) deine eigene Übungsstruktur verwenden, die du oder dein Gitarrenlehrer dir zurechtgelegt hat. Wenn du noch mehr über das Gitarreüben lesen möchtest, dann gehe hier zu meinem anderen Beitrag welcher einzelne Punkte noch mehr im Detail anspricht. Viel Spass beim Gitarrelernen!

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Über den Autor

Sebastian Posch wurde 1978 geboren, spielt seit 1989 Gitarre und ist ein in Niederösterreich wohnhafter Gitarrenlehrer und Studiogitarrist.

Gitarrenlehrer Sebastian Posch
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